Schwatze Jeselle

Unser Titel "Schwatze Geselle" geht auf die Geschichte der Bockreiter zurück, die in früheren Zeiten die rheinische Region unsicher gemacht haben.

 

Die Bockreiter (Bokkenrijders in Niederländisch und Bokkeriejersj in Limburgisch) waren der Überlieferung nach eine Bande, die zwischen 1730 und 1780 im Raum Limburg, in Herzogenrath und Schinnen aktiv war. Limburg stellte damals noch ein zusammengehöriges Gebiet dar, während es heute auf drei Staaten aufgeteilt ist: Belgien, Deutschland und Niederlande.

 

Einer der Anführer der Bockreiter war der „Schwarze Kapitän“. Da die Bockreiter oft ihre Beute an die Armen verschenkten, wurden sie auch Robin-Hood-Bande der Niederlande genannt.

 

Es gab – grob betrachtet – zwei Bockreiterperioden, eine um 1740 und eine weitere etwa um 1770. Die erste Bockreiterbande entstand in Wolfhagen, einem Teil der Gemeinde Schinnen. Der Anführer hieß Geerling Daniels. Ein besonders berüchtigter Bockreiter dieser Zeit war der Franzose Jacques du Jardin, ein ehemaliger Soldat, der seinen Lebensunterhalt als Spielmann verdiente (er spielte Geige). Sein Spitzname war „de Keukelaer“. Er wurde 1751 auf dem Danikerberg (der Grenze zwischen Geleen und Schinnen) erhängt. (Quelle: Wikipedia)

 

Hört es euch an

 

Schwatze Jeselle

 

Mer kumme bey Naat un bey Nevel

mer rigge in schwatz, unerkannt

mer wulle va üsch alles nehme

stonn zuesamme, Hand in Hand

He ho he ho …

 

Ob Jeld, Jold oder Juwele

jebt Acht un bliev besser doheem

do Mondsching is osser Daachlich

wenn mir op Beutezoch jond

 

Versocht os zo krieje

doch krieje dät ihr os nit

sin nit zo trapiire

ihr findet os nit

 

 

Schwatze Jeselle

Lumpenpack op Böcke anjetrabt

Immer zor Stelle

wo mir sin is Stuss anjesat

He ho he ho ...

 

 

Mer leerve versteckt un verborje

gejacht un för emmer verbannt

am End bliev för os nur dat ene

frei zo sin oder opjehannng

 

Versocht os zo krieje

doch krieje dät ihr os nit

sin nit zo trapiire

ihr findet os nit

 

 

Schwatze Jeselle

Lumpenpack op Böcke anjetrabt

Immer zor Stelle

wo mir sin is Stuss anjesat

He ho he ho ...

 


Schwarze Gesellen

 

Wir kommen bei Nacht und bei Nebel

Wir reiten in schwarz, unerkannt

Wir wollen von euch alles nehmen

Stehen zusammen, Hand in Hand

He ho he ho …

 

Ob Geld, Gold oder Juwelen

Gebt acht und bleibt besser zuhause

Der Mondschein ist unser Tageslicht

Wenn wir auf Beutezug gehen

 

Versucht uns zu kriegen

Doch kriegen tut ihr uns nicht

Sind nicht zu ertappen

Ihr findet uns nicht

 

Schwarze Gesellen

Lumpenpack auf Böcken angetrabt

Immer zur Stelle

Wo wir sind ist Unsinn angesagt

He ho he ho …

 

Wir leben versteckt und verborgen

Gejagt und für immer verbannt

Am Ende bleibt für uns nur das eine

Frei zu sein oder aufgehängt

 


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